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Heidelberger Katechismus
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Bekenntnisse Zweites Helvetisches Bekenntnis
III. Kapitel - Gott in seiner Einheit und Dreieinigkeit
Nichtsdestoweniger glauben und lehren wir, dass dieser unendliche, eine und unzerteilte Gott unzertrennt und unvermischt unterschieden sei in Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist, derart, dass der Vater den Sohn von Ewigkeit gezeugt habe, der Sohn durch unbeschreibbare Geburt geboren sei, der Heilige Geist aber von beiden ausgehe, und zwar von Ewigkeit, und mit beiden angebetet werden müsse. So sind denn zwar nicht drei Götter, sondern drei wesensgleiche Personen, gleich ewig, einander eben gleich und doch ihrem Stand nach unterschieden, der Ordnung gemäß einer dem andern vorgehend, jedoch ohne Ungleichheit. Nach Ntur oder Wesen sind sie nämlich miteinsnder so verbunden, dass nur ein einziger Gott ist und das göttliche Wesen dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geiste gemeinsam ist. Die Unterscheidung der drei Personen hat uns nämlich die Schrift deutlich überliefert, indem der Engel unter anderem zu der göttlichen Jungfrau spricht: "Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Sohn Gottes genannt werden" (Luk.1,35). Aber auch bei der Taufe Christi hörte man eine Stimme, die vom Himmel herab auf Jesus kam, die sprach: "Dies ist mein geliebter Sohn" (Mt.3,17). Es erschien aber auch der Heilige Geist in Gestalt einer Taube (Joh.1,32). Und als der Herr selbst den Taufbefehl gab, befahl er zu taufen "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt.28,19). Desgleichen hat er anderswo im Evangelium gesagt: "Der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird ..." (Joh.14,26). Ebenso spricht er wiederum: "Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater her senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen" (Joh.15,26). Kurz, wir nehmen das Bekenntnis der Apostel an, das uns den wahren Glauben überliefert. Wir verwerfen deshalb die Ansichten der Juden und Mohammedaner und aller, die diese hochheilige und anbetungswürdige Dreieinigkeit lästern. Wir verwerfen ebenso alle Irrlehren und Irrlehrer, die lehren, der Sohn und der Heilige Geist seien nur dem Namen nach Gott, oder in der Dreieinigkeit sei ein erschaffenes und Dienendes, oder eines dem andern untertan, oder es sei darin Ungleiches, Größeres und Kleineres, Leibliches oder leiblich Nachgebildetes, nach Sitten und Willen Verschiedenes, oder dann Vermischtes oder Einzelstehendes, oder dass der Sohn und der Heilige Geist nur andere Zustände oder besondere Erscheinungsformen des einen Gottvaters seien, wie die Monarchianer geglaubt haben, oder die Noetianer, wie Praxeas, die Patripassianer, wie Sabellius, Samosatenus, Aetius und Macedonius, die Anthropomorphiten und schließlich wie Arius und andere dergleichen.
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